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06.05.2019

Vier Hospital-Mitarbeiter aus Tansania besuchten die Klinik Hallerwiese/Cnopfsche Kinderklinik

August Mallya und Dr. Dorothea Hartmann, Fachärztin für Anästhesie an der Klinik Hallerwiese/ Cnopfschen Kinderklinik, freuen sich über ihr zufälliges Wiedersehen im OP-Saal. Fotonachweis: Dorothea Hartmann
August Mallya, Victoria Elikana, Dr. Elisante Ayo, Grace Ayoo-Küfner, Joyce Isaya (von links) mit Dr. Annemarie Schraml, ehemalige Chefärztin der Kinderorthopädie der Cnopfschen Kinderklinik. Fotonachweis: Diakonie Neuendettelsau/Claudia Pollok

Viel neues Wissen und ein überraschendes Wiedersehen: Das vierköpfige Team aus dem tansanischen Nkoaranga hospitierte für zweieinhalb Wochen in verschiedenen Abteilungen der Klinik Hallerwiese/Cnopfsche Kinderklinik. Finanziert wurde der Besuch durch die staatliche Initiative „Klinikpartnerschaften“.

Fast 7000 Kilometer Luftlinie trennen Tansania und Deutschland – und doch haben es der Arzt August Mallya aus Nkoaranga und die Anästhesistin Dr. Dorothea Hartmann geschafft, sich zufällig im OP-Bereich der Klinik Hallerwiese/Cnopfsche Kinderklinik wiederzutreffen: Eine große Freude für die beiden Mediziner, die sich bei einem früheren Auslandseinsatz von Hartmann in Tansania kennengelernt haben. „Wir haben uns trotz OP-Mundschutz und Haube gleich erkannt“, erzählt Hartmann und lacht.

August Mallya war mit drei weiteren Kollegen aus dem Krankenhaus in Nkoaranga im Norden von Tansania für zweieinhalb Wochen zur Hospitanz in Nürnberg. Dr. Annemarie Schraml, ehemalige Chefärztin der Kinderorthopädie der Cnopfschen Kinderklinik und Mitbegründerin des Projekts „Feuerkinder“, engagiert sich dort seit Jahren für Kinder mit angeborenen Beinfehlstellungen oder massiven Brandverletzungen. Gemeinsam mit anderen Projekt-Mitgliedern und Schwester Grace Ayoo-Küfner, die schon seit 20 Jahren mit dem „Feuerkinder“-Team zusammenarbeitet und heute in Nürnberg lebt, hat sie die Tansanier während ihres Aufenthalts begleitet. Es ist bereits der zweite Besuch aus Nkoaranga. 2018 war ein siebenköpfiges Team in Nürnberg.

Für den Anästhesisten August Mallya sei die Hospitanz eine gute Gelegenheit gewesen, sein medizinisches Wissen zu vertiefen, erzählte er. Da zuhause im Nkoaranga-Krankenhaus aber äußerst beschränkte Mittel und Gerätschaften auf ihn warten, versuchte er schon im Nürnberger OP zu überlegen, wie er im gleichen Fall in Nkoaranga agieren könnte. Auch Hartmann erinnert sich an ihre Erfahrungen in Tansania. Sie habe damals auch viel dazugelernt. Denn ohne technische Ausstattung wie in Deutschland, müssten Ärzte den Zustand des Patienten oder Situationen ganz genau abschätzen können.

So bringt der Austausch beiden Seiten eine Bereicherung, auch wenn in den zwei Ländern vieles anders ist. Dr. Elisante Ayo war zum Beispiel vom Umgang mit den Patienten begeistert. „In Deutschland nehmen sich Ärzte und Schwestern viel Zeit zum Erklären“. Das möchte er jetzt auch in Nkoaranga umsetzen. Auch die beiden Schwestern Victoria Elikana und Joyce Isaya waren vom Feingefühl und der Freundlichkeit der Schwestern und Pfleger beeindruckt.

Informationen zur Förderung:

Möglich wurde die Hospitation der Nkoaranga-Mitarbeiter durch eine Förderung des Feuerkinder-Projekts durch die Initiative „Klinikpartnerschaften“ des deutschen Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und der Fresenius-Stiftung. Die staatliche Initiative unterstützt Kooperationen zwischen Gesundheitsorganisationen in Deutschland und in Ländern mit mittlerem und niedrigem Einkommen.

Spendenkonto des Projekts Aktion Feuerkinder:

EB Kassel BIC: GENODEF1EK1

IBAN: DE09 5206 0410 0003 5099 82